
«Ja, Fräulein Honig», zirpten achtzehn eifrige kleine Stimmen.
«Ich selber», fuhr Fräulein Honig fort, «möchte euch soviel wie möglich beibringen, solange ihr in meiner Klasse seid. Ich weiß nämlich, daß das für euch die Dinge später leichter machen wird. Ich erwarte zum Beispiel, daß jeder bis zum Wochenende das Einmalzwei auswendig lernt. In einem Jahr könnt ihr dann hoffentlich das ganze Einmaleins bis zum Einmalzwölf. Wenn ihr das schafft, wird es euch ganz ungeheuer weiterbringen. Also, hat einer von euch zufällig schon das Einmalzwei gelernt?»
Matilda meldete sich. Sie war die einzige.
Fräulein Honig betrachtete eingehend das kleine Mädchen mit den dunklen Haaren und dem runden Gesicht, das in der zweiten Reihe saß.

«Wunderbar», sagte sie, «bitte steh auf und sag es uns auf, so weit du kannst.»
Matilda stand auf und begann das Einmalzwei aufzusagen. Als sie zu zwei mal zwölf ist vierundzwanzig kam, machte sie nicht Schluß. Sie fuhr einfach fort, «zwei mal dreizehn ist sechsundzwanzig, zwei mal vierzehn ist achtundzwanzig, zwei mal fünfzehn ist dreißig, zwei mal sechzehn ist...»
«Halt!» sagte Fräulein Honig. Sie hatte wie gebannt diesem fehlerlosen Vortrag zugehört, und jetzt fragte sie: «Wie weit kannst du denn weiterrechnen?»
